18. März 2026

Die besten Tankkarten für Transportunternehmen 2025: Vergleich und Empfehlungen

Die besten Tankkarten für Transportunternehmen 2025: Vergleich und Empfehlungen

Tankkarten: Kleines Plastik, große Wirkung auf die Flottenkosten

Kraftstoff ist für Transportunternehmen einer der größten Kostenblöcke – je nach Fahrzeug und Einsatzprofil macht er 25 bis 35 Prozent der gesamten Betriebskosten aus. Tankkarten bieten Fuhrparkbetreibern nicht nur die Möglichkeit, Kraftstoff zu vergünstigten Konditionen zu tanken, sondern auch den Verwaltungsaufwand deutlich zu reduzieren. Wer die richtige Karte wählt, spart bares Geld – und Zeit. Der folgende Vergleich zeigt, worauf es 2025 ankommt.


Was ist eine Tankkarte und wie funktioniert sie?

Eine Tankkarte ist eine auf das Unternehmen ausgestellte Zahlungskarte, mit der Fahrer an Tankstellen bargeldlos bezahlen. Die Abrechnung erfolgt zentral – wöchentlich oder monatlich – direkt an das Unternehmen. Damit entfällt die aufwändige Verwaltung von Quittungen und Spesenbelegen.

Moderne Tankkarten bieten darüber hinaus:

  • Rabatte auf den Bruttopreis an der Zapfsäule oder Festpreismodelle
  • Detaillierte Abrechnungen nach Fahrzeug, Fahrer oder Kostenstelle
  • Nutzungslimits und Sicherheitsfunktionen (z. B. PIN-Schutz, Produktbeschränkung)
  • Zugang zu erweiterten Serviceleistungen wie Maut, Wäsche oder AdBlue

Die wichtigsten Tankkarten-Anbieter im Überblick

DKV Mobility

DKV ist einer der größten Anbieter im europäischen Nutzfahrzeugsegment. Das Netzwerk umfasst über 80.000 Akzeptanzstellen in mehr als 50 Ländern – darunter Tankstellen, Mautstationen und Serviceparks. Besonders für Fernverkehrsunternehmen mit internationalen Routen ist DKV eine der ersten Adressen. Die Abrechnung erfolgt konsolidiert, was den Verwaltungsaufwand erheblich reduziert. Neben Kraftstoff können über DKV auch Maut, AdBlue und Fahrzeugwäsche abgerechnet werden.

UTA (Union Tank Eckstein)

UTA gehört seit 2022 zur Edenred-Gruppe und zählt mit über 80.000 Akzeptanzstellen ebenfalls zu den führenden Anbietern in Europa. Das Netzwerk deckt besonders Osteuropa gut ab – ein Vorteil für Unternehmen, die regelmäßig Polen, Tschechien oder Rumänien befahren. Die UTA-Karte unterstützt neben Kraftstoff auch Maut, Fähren und Serviceleistungen. Transparente Abrechnungen und ein ausgereiftes Online-Portal machen UTA besonders bei mittelgroßen Flotten beliebt.

Eurowag

Eurowag ist ein auf Osteuropa spezialisierter Anbieter mit Schwerpunkt auf Ländern wie Polen, der Slowakei und Ungarn. Die Karte bietet wettbewerbsfähige Kraftstoffpreise an LKW-Tankstellen entlang der großen Transitrouten. Besonders interessant ist Eurowag für Unternehmen, die einen erheblichen Teil ihrer Fahrleistung in Mittel- und Osteuropa erbringen. Das integrierte Flottenmanagement-Tool liefert Echtzeitdaten zum Kraftstoffverbrauch.

ESSO Card / ExxonMobil

Die ESSO Card richtet sich eher an Unternehmen mit regionalem oder nationalem Fokus. Das Netzwerk in Deutschland ist gut ausgebaut, die internationalen Akzeptanzstellen sind jedoch begrenzt im Vergleich zu DKV oder UTA. Vorteilhaft sind die direkt verhandelten Konditionen bei größeren Flottenvolumina sowie die einfache Integration in bestehende Fuhrparksysteme.

Shell Card

Die Shell Card ist eine der bekanntesten Marken-Tankkarten und punktet mit einem dichten Netz an Shell-Stationen in Deutschland und Europa. Für Unternehmen, die überwiegend an Markentankstellen tanken und Wert auf ein bekanntes Abrechnungssystem legen, ist die Shell Card eine solide Wahl. Rabatte und Konditionen variieren je nach Flottenvolumen und werden individuell verhandelt.

Routex / BP

Routex ist das internationale Tankkartenprodukt von BP und bietet Zugang zu BP- sowie Partnertankstellen in über 40 Ländern. Besonders im westeuropäischen Raum ist die Abdeckung stark. Für Unternehmen mit Schwerpunkt auf Deutschland, Frankreich, Benelux und Großbritannien eine relevante Option.

Hoyer Card

Die Hoyer Card ist ein Produkt der Wilhelm Hoyer GmbH & Co. KG, einem der größten unabhängigen Energiehandelsunternehmen in Deutschland. Das Netzwerk konzentriert sich auf den deutschsprachigen Raum und Nordeuropa. Besonders für Unternehmen mit regionalem oder nationalem Schwerpunkt bietet Hoyer wettbewerbsfähige Dieselpreise und eine übersichtliche, direkte Abrechnung ohne Umwege über internationale Clearing-Systeme. Die Karte eignet sich vor allem für Flotten, die überwiegend in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Benelux-Staaten unterwegs sind.

AS24

AS24 ist eine Tochtergesellschaft von TotalEnergies und spezialisiert sich ausschließlich auf den Schwerlastverkehr. Das Netzwerk umfasst über 3.500 LKW-Tankstellen in mehr als 25 europäischen Ländern, die gezielt entlang der wichtigsten Transitkorridore liegen. Ein besonderer Vorteil von AS24 ist der Fokus auf Truck-gerechte Infrastruktur: Großparkplätze, Hochleistungszapfsäulen und kurze Wartezeiten. Die Preise basieren auf Nettoeinkaufspreisen, was AS24 besonders für Fernverkehrsunternehmen mit hohem Volumen interessant macht. Zusätzlich können über AS24 Maut, AdBlue und Tunnelgebühren abgerechnet werden.


Vergleichstabelle: Tankkarten auf einen Blick

Anbieter Akzeptanzstellen Internationale Stärke Zusatzleistungen Ideal für DKV Mobility 80.000+ Europa, Nordafrika Maut, AdBlue, Wäsche Fernverkehr, große Flotten UTA / Edenred 80.000+ Starke Osteuropa-Abdeckung Maut, Fähren, Services Mittelgroße Flotten, Osteuropa Eurowag 25.000+ Mittel-/Osteuropa Flottenmanagement, Maut Osteuropa-Verkehre ESSO Card Regional stark Begrenzt international Einfache Abrechnung Regionale Flotten Shell Card Markennetz DE/EU Westeuropa Standardabrechnung Markentreue Betriebe Routex / BP 40+ Länder Westeuropa stark Maut, Partner-Netz Westeuropa-Routen Hoyer Card Regional stark DACH, Benelux Direkte Abrechnung Nationale/regionale Flotten AS24 / TotalEnergies 3.500+ LKW-Stops 25+ EU-Länder Maut, AdBlue, Tunnel Fernverkehr, hohes Volumen


Worauf sollten Fuhrparkleiter bei der Wahl achten?

Routenprofil: Ein Unternehmen, das überwiegend national fährt, braucht keine internationale Karte mit entsprechenden Gebühren. Wer regelmäßig Osteuropa befährt, sollte gezielt auf Netzabdeckung in Polen, Tschechien oder Rumänien achten.

Preismodell: Tankkarten funktionieren entweder über Rabatte auf den Tagespreise, über Festpreismodelle oder über Nettoeinkaufspreise an Truck-Stops. Je nach Modell kann die tatsächliche Ersparnis stark variieren – ein direkter Preisvergleich über mehrere Wochen ist empfehlenswert.

Zusatzleistungen: Für Unternehmen, die Maut, AdBlue und Serviceleistungen auf einer Karte abwickeln möchten, lohnt sich ein Anbieter mit breitem Servicespektrum. Das reduziert den Verwaltungsaufwand und konsolidiert die Abrechnung.

Vertragslaufzeit und Flexibilität: Manche Anbieter binden Unternehmen an lange Vertragslaufzeiten. Wer Flexibilität bevorzugt, sollte auf monatlich kündbare Modelle achten.

Sicherheitsfunktionen: PIN-Schutz, Produktbeschränkungen (z. B. nur Diesel) und Tageslimits sind wichtige Schutzmechanismen gegen Missbrauch – besonders bei größeren Fahrerpools.


Einsparpotenziale realistisch einschätzen

Die tatsächliche Ersparnis hängt stark vom verhandelten Konditionen, dem Flottenvolumen und den befahrenen Ländern ab. Als Orientierung: Bei einem Verbrauch von 30 Litern Diesel pro 100 Kilometer und einer Jahresfahrleistung von 120.000 Kilometern tankt ein Fahrzeug rund 36.000 Liter im Jahr. Ein Rabatt von nur zwei Cent pro Liter ergibt eine Ersparnis von 720 Euro pro Fahrzeug – bei einer Flotte von zehn Fahrzeugen sind das 7.200 Euro jährlich.


Fazit

Die Wahl der richtigen Tankkarte ist keine Nebensache. Sie beeinflusst direkt die Kraftstoffkosten, den Verwaltungsaufwand und die Planbarkeit der Ausgaben. Für internationale Fernverkehrsunternehmen sind DKV und UTA gesetzt; wer Osteuropa befährt, sollte Eurowag in den Vergleich einbeziehen. Regionale und nationale Flotten fahren mit markengebundenen Karten oft gut – sofern die Konditionen stimmen. Ein jährlicher Angebotsvergleich zahlt sich in jedem Fall aus.


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