27. Apr. 2026
Tankkarte für E-Autos & Elektro-LKW 2026: Ladelösungen für Unternehmen

Einleitung
Mit wachsendem Anteil an Elektrofahrzeugen in gewerblichen Fuhrparks stoßen klassische Tankkarten an ihre Grenzen. Wer sowohl Verbrenner als auch Elektrofahrzeuge in seiner Flotte betreibt, benötigt eine Lösung, die beides abdeckt – ohne doppelten Verwaltungsaufwand. Kombinierte Tank- und Ladekarten gewinnen 2026 daher stark an Bedeutung. Dieser Ratgeber erklärt, welche Lösungen es gibt und worauf Fuhrparkleiter bei der Wahl achten sollten.
Klassische Tankkarte vs. Ladekarte
Traditionelle Tankkarten sind für Kraftstoff optimiert und an konventionellen Tankstellen nutzbar. Ladekarten für Elektrofahrzeuge funktionieren nach einem ähnlichen Prinzip – ermöglichen aber das Laden an öffentlichen Ladepunkten. Der entscheidende Unterschied:
Merkmal Tankkarte Ladekarte Hybridkarte Kraftstoff (Diesel/Benzin) Ja Nein Ja Laden (AC/DC) Nein Ja Ja Zentrale Abrechnung Ja Ja Ja Geeignet für gemischte Flotten Nein Nein Ja
Für Unternehmen mit gemischten Flotten ist die Hybridkarte die effizienteste Lösung.
Anbieter und Lösungen 2026
DKV eCharge
DKV Mobility bietet über seine Tank- und Ladekarte Zugang zu über 666.000 Ladepunkten in Europa. Kunden können Verbrenner und Elektrofahrzeuge über eine einzige Karte abrechnen. Besonders für Speditionen und Fuhrparks mit internationalem Einsatz ist die Reichweite des Netzwerks ein klarer Vorteil.
UTA eCharge
UTA Edenred hat 2025/2026 seine Ladelösung UTA eCharge ausgebaut. Über 295.000 öffentliche Ladepunkte in 32 europäischen Ländern sind verfügbar – über dieselbe Karte wie der herkömmliche Kraftstoff. Die Abrechnung erfolgt monatlich gebündelt.
Westfalen Flottenkarte
Die Westfalen AG bietet eine kombinierte Flottenkarte, die klassisches Tanken und Laden für Elektrofahrzeuge verbindet. Besonders interessant für Unternehmen, die bereits im Westfalen-Netz tanken.
Weitere Anbieter
Alphabet (BMW Group), EnBW und verschiedene regionale Stadtwerke bieten spezifische Ladelösungen für gewerbliche Fuhrparks an. Die Tarife variieren nach Ladesäulentyp (AC/DC), Standort und Vertragsgröße.
Kosten für gewerbliche Ladelösungen
Die Kosten für kombinierte Tank-/Ladekarten variieren je nach Anbieter und Tarif:
- Kartengebühr: 0–20 € pro Karte und Monat
- Ladekosten: kWh-basiert, je nach Netz und Standort zwischen 0,30 und 0,75 €/kWh
- Grundgebühren: teils pauschale Monatsgebühren für Netznutzung
- Roaming-Kosten: bei Laden außerhalb des eigenen Netzwerks oft höhere Sätze
Was Fuhrparkleiter beachten sollten
Ladeinfrastruktur prüfen
Wie gut ist das Ladenetz des Anbieters entlang der typischen Fahrtrouten abgedeckt? Vor allem für LKW ist die Verfügbarkeit von HPC-Ladepunkten (High Power Charging, ab 150 kW) entscheidend.
Abrechnung und Reporting
Eine zentrale Abrechnung für alle Fahrzeuge – unabhängig vom Antrieb – spart Verwaltungsaufwand. Achten Sie auf DATEV-Export oder CSV-Schnittstellen für die Buchhaltung.
Vertragsflexibilität
Der Markt für Ladelösungen entwickelt sich schnell. Verträge mit kurzen Kündigungsfristen geben Ihnen die Flexibilität, auf bessere Angebote zu wechseln.
Förderungen nutzen
Für die Beschaffung von Elektro-LKW und die Installation eigener Ladeinfrastruktur gibt es 2026 noch Fördermittel – u. a. über die KfW und das BMWK. Die Tankkarte allein löst keine Förderfragen, aber eine kluge Kombination aus Fahrzeugbeschaffung und Ladekartenvertrag kann die Gesamtkosten deutlich senken.
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Ob klassische Tankkarte, reine Ladekarte oder kombinierte Hybridlösung – welches Produkt für Ihren Fuhrpark am besten passt, hängt von Ihrer Fahrzeugmischung, Ihren Routen und Ihrem Verbrauchsprofil ab. Vergleichen Sie jetzt auf checkandrent.com/tankkarte – kostenlos und unverbindlich.
Fazit
2026 ist die Tankkarte für reine E-Fahrzeuge nicht mehr zeitgemäß – der Markt verlangt kombinierte Lösungen. Hybridkarten von Anbietern wie DKV, UTA oder Westfalen erlauben es, Verbrenner und Elektrofahrzeuge über eine einzige Karte zu verwalten. Entscheidend sind Netzabdeckung, Abrechnungsqualität und Vertragsflexibilität.
Quellen: