21. Apr. 2026

Tankkarte für Mietfahrzeuge: Was Fuhrparkleiter wissen müssen

Tankkarte für Mietfahrzeuge: Was Fuhrparkleiter wissen müssen

Einleitung

Wer Nutzfahrzeuge mietet, steht schnell vor einer praktischen Frage: Kann die firmeneigene Tankkarte auch für das gemietete Fahrzeug genutzt werden? Die Antwort ist in den meisten Fällen ja – doch es gibt rechtliche, vertragliche und technische Aspekte, die Fuhrparkleiter kennen sollten. Dieser Ratgeber erklärt, wie Tankkarten bei Mietfahrzeugen eingesetzt werden, welche Anbieter besonders gut geeignet sind und worauf bei der Abrechnung zu achten ist.

Funktioniert eine Tankkarte bei Mietfahrzeugen?

Grundsätzlich ist eine Tankkarte nicht an ein bestimmtes Fahrzeug gebunden, sondern an ein Unternehmen oder einen Fahrer. Das bedeutet: Die firmeneigene Tankkarte kann in der Regel auch dann genutzt werden, wenn ein Unternehmen vorübergehend auf ein Mietfahrzeug zurückgreift – etwa bei einem Fahrzeugausfall, Spitzenauslastung oder einem Sondertransport.

Worauf ist beim Mietvertrag zu achten?

Vor dem Einsatz der Tankkarte sollte geprüft werden, ob der Mietvertrag Regelungen zur Betankung enthält. Viele Vermieter – darunter gewerbliche Nutzfahrzeugvermieter – stellen Mietfahrzeuge mit einem bestimmten Kraftstoffstand bereit und erwarten die Rückgabe im gleichen Zustand. In diesem Fall ist die Nutzung der eigenen Tankkarte problemlos möglich, solange der Kraftstoff korrekt abgerechnet wird.

Einige Mietanbieter bieten auch eigene Tankkarten oder Kraftstoffpauschalen an. Diese können je nach Nutzungsumfang günstiger oder teurer sein als die eigene Lösung – ein direkter Vergleich lohnt sich.

Kennzeichengebundene Tankkarten: Achtung bei Mietfahrzeugen

Ein wichtiger Punkt: Manche Tankkarten sind kennzeichengebunden, also an das amtliche Kennzeichen eines bestimmten Fahrzeugs geknüpft. In diesem Fall kann die Karte nicht ohne Weiteres für ein Mietfahrzeug verwendet werden. Fuhrparkleiter sollten daher prüfen, ob ihre Tankkarte fahrergebunden oder kennzeichengebunden ist.

Führende Anbieter wie DKV, UTA und euroShell bieten fahrerbezogene Karten an, die flexibler einsetzbar sind und damit auch für Mietfahrzeuge gut geeignet sind.

Tankkarten im Fuhrpark: Aktuelle Marktlage 2025

Laut der Dataforce Tank- und Ladekartenstudie 2026 nutzen 78 Prozent aller Unternehmen in Deutschland Tankkarten. Die meistgenutzten Anbieter sind DKV, Aral, UTA, euroShell und TotalEnergies. Bei Fuhrparks mit Elektrofahrzeugen gewinnen kombinierte Tank- und Ladekarten zunehmend an Bedeutung.

Für Unternehmen, die Mietfahrzeuge einsetzen, empfehlen sich Anbieter mit breitem Akzeptanznetz und flexibler Kartenstruktur:

Anbieter Akzeptanzpunkte (DE) Fahrerbindung Maut-Integration DKV >97 % aller Tankstellen Ja Ja UTA (Edenred) Sehr hoch Ja Ja euroShell Shell-Netz + Partner Ja Teilweise Aral / BP Eigenes Netz + Partner Je nach Karte Nein

Abrechnung und Kostenkontrolle

Ein wesentlicher Vorteil der Tankkarte gegenüber Barzahlung oder Kreditkarte ist die zentrale Abrechnung. Alle Tankstopps werden auf einer Monatsrechnung zusammengefasst, inklusive Datum, Uhrzeit, Menge und Preis. Das vereinfacht die Kostenzuordnung – auch bei mehreren Mietfahrzeugen oder wechselnden Fahrern.

Für die buchhalterische Abgrenzung empfiehlt es sich, Mietfahrzeuge intern mit einer gesonderten Kostenstelle zu versehen, damit Kraftstoffkosten klar vom Fuhrparkbetrieb der eigenen Fahrzeugflotte getrennt werden.

Elektro-Mietfahrzeuge: Kombikarten als Lösung

Wer zunehmend auch Elektro-LKW oder Elektrotransporter mietet, sollte auf Kombikarten setzen, die sowohl Tanken als auch Laden unterstützen. DKV und UTA bieten solche Lösungen an. Damit lässt sich auch der Ladevorgang an öffentlichen Ladesäulen zentral abrechnen – unabhängig davon, ob das Fahrzeug im Besitz des Unternehmens ist oder gemietet wurde.

Fazit

Tankkarten für Mietfahrzeuge funktionieren in den meisten Fällen reibungslos – vorausgesetzt, die Karte ist fahrergebunden und der Mietvertrag schließt die Eigenbetankung nicht aus. Für Unternehmen, die regelmäßig auf Mietfahrzeuge zurückgreifen, lohnt es sich, gezielt auf flexible Tankkartenlösungen zu setzen, die keine Kennzeichenbindung erfordern und eine zentrale Abrechnung ermöglichen.

Tankkarte und Mietfahrzeug kombinieren

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Quellen: